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| Hauptsonderschau Erfurt 2010 |
01.03.2011 |
Die Hauptsonderschau 2010 der Feldfarbentauben und Münsterländer Feldtauben wurde der VDT- Schau in Erfurt angeschlossen, die vom Thüringer Rassetaubenclub ausgerichtet wurde. Aussteller und Besucher bescheinigten dem Ausrichter eine bestens ausgeführte Schau, in der, im Gegensatz zu der ein oder anderen Bundesschau 2010, Mensch und Tier bestens versorgt waren; und nicht der Kommerz, sondern das Familiäre -das MITEINANDER- sowie unser Hobby im Vordergrund standen. Diesem Tenor können wir uns nur anschließen. Klar, dass auf einer solchen Großschau die Meldezahlen nicht mit einer an einer kleineren Schau angeschlossenen HSS mithalten können. Aber unter den 111 gemeldeten Feldfarbentauben waren, bis auf die sowieso kaum noch zu sehenden Schwarz- Weißgeschuppten, alle Farbenschläge gemeldet, und mit würdigen Vertretern versehen, was 4 Deutsche Meister- Titel und ein Champion- Anwärter eindrucksvoll unterlegen.
Den Beginn der Feldfarbentauben stellten 9,6 in Schwarz m. w. Binden, von 2 Ausstellern. Die Kollektion zeigte sich in sehr unterschiedlicher Qualität. Bei generell typhaften Figuren unterschieden sich die Tiere der beiden Aussteller jedoch schon in der Größe. Die Feldfarbentaube sollte einen kräftigen Feldtaubentyp repräsentieren. Kleine zierliche Tauben sind dann, trotz guter Proportionen, im Vergleich schon benachteiligt. Aber auch farblich waren Unterschiede zu erkennen. Fehlender Lack sowie absetzende Grundfarbe, was im Extrem bis zu einem erkennbaren Bindensaum führte, zogen zu Recht deutliche Abstufungen in der Benotung nach sich. Desweiteren dürfte bei diesem Farbenschlag die Augenfarbe keine Probleme mehr bereiten! Renè Zollitsch zeigte hier mit V- VDT- Band und hv die schönsten Tiere. 7,5 Rote m. w. Binden von nur einem Aussteller waren dementsprechend harmonisch In Form und Typ. Allerdings dürfen auch hier einige nicht noch kleiner werden. Zudem muss weiter an harmonischen Nackenabgängen gearbeitet werden. Farblich waren die Tiere recht gleichmäßig, wobei darauf verwiesen werden muss, dass rot eine Lackfarbe ist, und sie sich auch durchweg so präsentieren sollte. Hv ging hier auf eine Alttäubin von Albrecht Henke. Ebenfalls aus nur einer Zucht zeigten sich 5,5 Gelbe m.w. Binden gleichmäßig in Typ und Figur, und dazu in harmonischem Farbbild. Hier sortierten sich die herausgestellten Tiere meist über die Bindenqualität. Markus Schlangenottto errang V-TCB (0,1alt) und hv (1,0jung). Die Käfige der isabellfarbigen FFT blieben leider leer. 4 Andalusierfarbige m.w.Binden zeigten sich mit prima Grundfarbe und Säumung, kräftigen Figuren bei idealer Körperhaltung. Wünsche blieben im Bereich Bindenführung, Augenfarbe leuchtender, Scheitelwölbung und Körperlänge. Vertreter mit Nackenweiß und unreiner Brustfarbe konnten kein sg erreichen. 17 Blaue m.w. Binden teilten sich in 7,10 jung auf, und wurden aus 5 Zuchten zusammengetragen. Hier wurde ein reichlich breites Spektrum an Formen und Typen gezeigt. Hoher Stand, lange dünne Hälse und fehlender Flügeleinbau sind bei diesem Hauptfarbenschlag natürlich nicht 1.Wahl. Lagen die Vorzüge der Gruppe in der farblichen Harmonie und in der meist sehr schönen langen und‚ gleichmäßig gezogenen 1. Binde, muss vermehrt auf eine gleichmäßige 2.Binde geachtet werden. S. Ritter hatte wie im Vorjahr mit V-SVB und hv die Nase vorn. 18 Hellblaue m.w.Binden, aufgeteilt in 9.9 waren eine beachtliche Kollektion, die zum Teil kräftigen Figuren und prima Haltung zeigten. Reine Farbe, langen getrennten Binden mit wenig Saum und deutlichen Schwanzbinden waren weitere Vorzüge. Die kräftige Feldtaubenfigur und auch die Kopfform sollten gerade bei den Täubinnen weiterhin beachtet werden. Tiere mit spitzen kleinen Köpfen waren von der Note sg ausgeschlossen .V und hv errang Jens Eckhardt. 5,4 Rot- Weißgeschuppte stellten einen überzeugenden Auftritt dieses sehr schwierigen Farbenschlages dar. Man sah zum Teil lackreiche Vertreter mit bester Schwingenfarbe, welche, bei gleicher Qualität an gut verteilter und klarer Schuppung sowie figürlichen Eigenschaften den Vorzug erhalten sollten. An einer sich deutlich abgrenzenden Dreiecksschuppung muss ebenso weiter gearbeitet werden wie an deren Reinheit. Herausgestellt wurde eine Jungtäubin von M. Schlangenotto mit hv. Die 1,1 alt in Gelb- Weißgeschuppt standen den Roten in nichts nach und waren figürlich etwas ausgereifter. 12 blau weissgeschuppte FFT machten es den PR nicht einfach, zeigten sich doch fast alle mit prima Haltung ,Farbe , Figuren , weißer Zeichnung und Schuppungsverteilung. Kleine Wünsche im Bereich Halsgefieder, Schuppungsverteilung und Bindenreinheit blieben. Lediglich Nackenweiss schloss von der Note sg aus. V- EB und 2x hv errang Frank Lötzerich, der sich auch über die Nominierung in die Championsklasse freuen durfte. Mit 2,3 Hellblau Weißgeschuppten stellte sich eine weitere Rarität in erfreulicher Qualität dem Betrachter und konnten durchaus für sich werben. Durch die Vorlage der „Blauen Brüder“ war es natürlich schwer hier den großen Wurf zu landen. Dafür fehlt es einfach auch an einer stabilen Zuchtbasis.
38 Münsterländer Feldtauben waren auf der HSS des SV in Erfurt angetreten. Zusammengetragen wurde diese Zahl von 6 Ausstellern, von denen 4 dem SV angehörten. Auf die 19,19 gab es 2 x v, 3x hv, 12 Tiere blieben unterhalb der Schwelle von 93 Punkten, das sind rund 30 %. Erstmals hat Markus Schlangenotto unsere MFT bewertet, und zwar zur vollsten Zufriedenheit! Er ist auf die Figur eingegangen, hat die Standhöhe mancher Tiere ins Kalkül gezogen, neben der Schildfarbe auch die Rückenfarbe in den Mittelpunkt der Bewertung gestellt. Wenn 1,0 eine gleichmäßige, helle Schildfarbe zeigen, hellt meist die Rückenfarbe etwas auf. Es gilt, bei einer hinreichend intensiven Rückenfarbe eine saubere Schildfarbe zu erzielen. Die Tauben mit den gut gerundeten Köpfen wurden herausgestellt. Wünsche blieben bei manchen Tieren in der Rückendeckung offen, andere sollten etwas mehr Stirnsubstanz aufweisen. Augen- und Schwingenfarbe waren nur selten zu beanstanden, eher schon die Bauchfarbe. Oft zeigen sich Tauben in den Käfigen mit rauem Nackengefieder, - obwohl sie zu Hause ein glattes, geschlossenes Halsgefieder zeigen. Spielt uns hier die Luftfeuchtigkeit in den Hallen einen Streich? 1,1 mit jeweils v zeigte Siegfried Grenz, Carsten Lünstroth errang auf 1,1 jeweils hv, ein weiteres hv ging auf 0,1 an Bernd Helmbroth.
S. Grenz, M. Schlangenotto, Renè Zollitsch
An der 1. Revierschau in Dortmund, die an die Deutsche Brieftaubenausstellung angeschlossen war, beteiligte sich unser SV mit einer Sonderschau. Gezeigt wurden hier 22FFT und 13 MFT aus 3 Zuchten.
Die FFT waren alle aus einer Zucht und zeigten sich einheitlich in kräftigen Figuren, Farbe sowie Binden bzw Schuppung. Wünsche gab es im Bereich Körperhaltung, Grundfarbe für rot intensiver und Brustfülle. v und hv auf gelb mit weißen Binden M. Schlangenotto und jeweils 1x hv auf rot- und gelb weißgeschuppt.
13 Münsterländer gefielen durch Figur und Haltung und entsprachen zum Teil den Anforderungen an Schild- Bauch- und Rückenfarbe. Tiere die diesen Farbansprüchen nicht gerecht wurden, wurden vom PR abgestuft. Ferner gab es Wünsche im Bereich der Körperlänge und Standhöhe. v auf 1.0 jung ging hier an Walter Focke
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